Wer eine Holzterrasse plant, stellt sich früher oder später dieselbe Frage: Welches Holz hält am längsten – und welches lohnt sich wirklich? Wir vergleichen die gängigsten Terrassenhölzer und zeigen dir, worauf es neben der Holzart ankommt.
Das Wichtigste auf einen Blick
| Holzart | Dauerhaftigkeit (EN 350) | Härte | Herkunft |
|---|---|---|---|
| Robinie | Klasse 1–2 (sehr dauerhaft) | sehr hart | Europa |
| Edelkastanie | Klasse 2 (dauerhaft) | mittelhart | Europa |
| Lärche | Klasse 3–4 (mässig bis wenig dauerhaft) | weich bis mittelhart | Europa, Sibirien |
| Douglasie | Klasse 3–4 (mässig bis wenig dauerhaft) | weich bis mittelhart | Europa, Nordamerika |
| Thermoholz | je nach Holzart und Verfahren meist 1–2 | weich bis mittelhart, eher spröde | je nach Rohholz |
Die Dauerhaftigkeitsklasse nach EN 350 beschreibt, wie gut ein Holz ohne chemischen Holzschutz gegen holzzerstörende Pilze besteht. Klasse 1 ist die beste.
Robinie – eines der dauerhaftesten Hölzer Europas
Die Robinie (auch Scheinakazie genannt) wird oft als „Teakholz des Nordens“ bezeichnet. Sie ist sehr hart, schwer und von Natur aus so widerstandsfähig, dass sie ohne Imprägnierung im Aussenbereich eingesetzt werden kann. Damit ist sie die naheliegende europäische Alternative zu Tropenholz.
Weil Robinienstämme selten lang und gerade wachsen, werden Terrassendielen in üblichen Längen keilgezinkt und wetterfest verleimt. So entstehen lange, gerade Dielen aus einem Holz, das sonst nur in kurzen Stücken verfügbar wäre. Unsere Terrassendielen aus Robinie gibt es genutet für die verdeckte Befestigung oder glattkant.
Pflege: Robinie solltest du immer ölen – vor der Montage auf allen Seiten inklusive Stirnseiten, danach mindestens einmal im Jahr und vor dem Winter. Das schützt die Oberfläche, erhält die warme Farbe und ist auch besser für die Keilzinkungen. Dafür haben wir das Holzschutz-Öl RIBOL speziell für Robinie und andere Harthölzer.
Edelkastanie – die ruhigere Alternative
Die Edelkastanie ist etwas weicher als Robinie, aber ebenfalls dauerhaft und gut zu bearbeiten. Ihre Optik ist gleichmässiger und eher hell-goldbraun. Wer eine ruhige Fläche mit breiten Dielen möchte, ist mit unseren Terrassendielen aus Edelkastanie gut beraten.
Lärche und Douglasie – günstig, aber weicher
Lärche und Douglasie sind beliebt, weil sie günstig und gut verfügbar sind. Sie sind jedoch deutlich weicher und weniger dauerhaft. Im direkten Erdkontakt oder bei stehender Nässe lassen sie schneller nach, und harzreiche Stellen können kleben. Wer mit Lärche oder Douglasie baut, sollte besonders konsequent auf konstruktiven Holzschutz achten und mit einem früheren Austausch rechnen.
Thermoholz – formstabil, aber spröder
Bei Thermoholz wird ein weniger dauerhaftes Holz (zum Beispiel Kiefer oder Esche) unter Hitze behandelt. Das macht es dauerhafter und formstabiler, aber auch spröder. Kanten können leichter abplatzen, und die Tragfähigkeit ist geringer – das muss bei der Unterkonstruktion berücksichtigt werden.
Unser Tipp: Rechne in Jahren, nicht nur in Franken
Der Preis pro Quadratmeter sagt wenig, wenn eine Terrasse nach wenigen Jahren erneuert werden muss. Teile die Kosten durch die erwartete Nutzungsdauer – dann schneidet ein sehr dauerhaftes Holz wie Robinie oft besser ab als der günstigste Belag.
Die Unterkonstruktion entscheidet mit
Eine Terrasse ist nur so langlebig wie ihre Unterkonstruktion. Sie sollte mindestens so dauerhaft sein wie der Belag: zum Beispiel eine Unterkonstruktion aus Robinie oder eine Alu-Unterkonstruktion RELO von FixingGroup. Wichtig sind ausserdem ein Achsabstand von höchstens 40 cm, Unterleger zwischen Diele und Unterkonstruktion und eine gute Hinterlüftung.
Sofort verfügbar – liefern lassen oder abholen
Viele Dielen und Unterkonstruktionen haben wir als Lagerware sofort verfügbar. Du kannst sie liefern lassen oder in Waldkirch abholen. Bei Fragen zur Planung erreichst du uns unter +41 71 671 20 85 oder mail@akazie-holz.ch.